Ein Kochbuch von Schülerinnen der einjährigen Fachoberschule für Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie

48 großartige Rezepte für alle 12 Monate des Jahres, abgedruckt auf 66 Seiten das hat das regionale Kochbuch mit dem Titel "Nur regional is(s)t loyal" für diejenigen parat, die gerne etwas kochen, aber gleichzeitig etwas konkret zum Umweltschutz beitragen wollen.

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Privat entstandenes Foto: Celina Regnery, Hannah Schildwächter (stehend), Nina Espeloer, Annika Turat

Ende Mai 2021 konnten jetzt Celina Regnery, Hannah Schildwächter, Annika Turat und Nina Espeloer quasi als krönenden Abschluss ihrer monatelangen Projektarbeit im Fach "Natur- und Umweltschutz" unter Anleitung ihrer Fachlehrerin Christina Notzon dieses beeindruckende Kochbuch vorlegen. Ihr Hauptaugenmerk richteten die Autorinnen dabei auf die zerstörerische Abholzung der Regenwälder, die allein den Zweck hat, Platz für die Palmöl- bzw. Sojaplantagen zu schaffen. Sinnvoll sei es deshalb, regional einzukaufen und sich beim Kauf von Lebensmitteln an den Jahreszeiten zu orientieren – so die Botschaft des Buches. Denn nur "wer loyal gegenüber regionalen Produkten ist, schützt den Regenwald".

Dieser Linie folgen auch ganz konsequent die im Kochbuch aufgeführten Rezepte, die übrigens Hauptgerichte, Nachspeisen, Aufläufe, vegetarische und Fleischgerichte etc. umfassen. So findet man beispielsweise für den Monat März einen Weißkohl-Kartoffel-Auflauf, für den Monat September Birnenkuchen mit Mandeln, für den Dezember eine Kartoffelsuppe. Ergänzt wird dieses Kochbuch zudem durch einen Informationsteil zu den Anbaubedingungen, der Schädlichkeit von Palmöl, Alternativen zum Einsatz von Palmöl sowie zur Problematik des Fleischkonsums aus Massentierhaltung.

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Letztendlich war die Zusammenarbeit an diesem Kochbuch auch das geeignete Setting für eine gemeinsame Projektarbeit unter den Vorzeichen der Coronakrise mit der Maßgabe des Lernens auf Distanz, unterstrich die Projektgruppe im Gespräch mit unserer Online-Redaktion. So steuerte jede der Autorinnen vier Rezepte für drei der 12 Monate eines Jahres bei. "Danach musste erst einmal alles aufgeschrieben, nachgekocht und kontrolliert werden, ob auch alles schmeckt. Zum Schluss kamen die Fotos. Unser Austausch darüber erfolgte dann in Videokonferenzen", so beschreibt Hannah Schildwächter wesentliche Etappen der gemeinsamen Arbeit am Kochbuch.

Der Druck des Kochbuches erfolgte schließlich durch eine Online-Druckerei, selbstverständlich auf Recycling-Papier. Zielgruppe dieses Kochbuches werden zunächst einmal die Mitschüler und Lehrkräfte sein. Außerdem wird das Kochbuch auf der Website www.abenteuer-regenwald.de veröffentlicht und das Buch hier zum Download als PDF bereitgestellt.

Höchstzufrieden mit den Ergebnissen ihrer Arbeit zeigte sich auch die Projektgruppe mit Blick auf die zurückliegenden Monate. "Man fühlt sich richtig erfüllt davon, dass wir uns ein Jahr mit der Thematik beschäftigt haben und wir ein Buch geschrieben haben. Und vor allen Dingen dann das Ergebnis zu sehen und zu merken, dass das schmeckt", so Nina Espeloer. "Und jetzt achtet man auch beim Einkauf mehr darauf, was man selbst einkauft. In der Coronakrise haben wir gesehen, wo die Massentierhaltung hinführt mit Coronaausbrüchen in den großen Schlachthöfen", ergänzt anschließend Hannah Schildwächter.

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(Fotos: Heinz Aufenberg)